Zweisam – Es wird wärmer

Oh je, schon wieder mehr als 2 Wochen seit ich mich da letzte Mal gemeldet habe… ich werde langsam so faul wie meine Beiden… Nun so wirklich viel zu Berichten gibt es tatsächlich dieses Mal auch nicht. Von meinem letzten Platz mit tauendem Schnee ging es weiter an den Strand. Hier durfte ich ein bisschen im Sand spielen (Äh….. naja, meine Beiden haben mich Spielen lassen, auch wenn es eigentlich….ooops…. Hab ich mich gerade verplappert….?) und meine Beiden konnten das erste Mal seit Azerbaijan wieder gemütlich draußen sitzen. Das wurde natürlich mit Lagerfeuer und Grillen gefeiert. Es gab auch genug Zeit zum Kuchen backen und Seele baumeln lassen.

Nach ein paar Tagen musste ich dann aber doch diesen wunderbaren Platz verlassen und meine Beiden wieder ein Stückchen weiter nach Süden bringen. 2 Tage durfte ich im Wald am Meer stehen, dann musste ich wieder ein bisschen weiter ziehen. Es wurde wieder kälter und meine Beiden wollten doch auch mal wieder eine Waschmaschine nutzen….. und was ist mit mir? Wer denkt daran, dass ich auch gerne mal wieder etwas sauberer wäre?…. grummel…….. Und dann auch noch das: Wäsche waschen geht hier wohl am besten auf einem Campingplatz… ich? Auf einem richtigen Campingplatz? Trotz nicht-Saison gab es tatsächlich einen der offen hatte und nach etwas Suchen auch den Schlüssel zum Raum mit der Waschmaschine, die dann etwas länger arbeiten musste. Eine Nacht in der Zivilisation war dann zum Glück aber auch genug und so ging es ganze 3 km weiter, dichter an den Strand….. Leute!… ihr Überfordert mich ja gerade zu!!!… Solche Strecken…phuuu…. Von hier aus startete dann ein schöner Wanderweg, dem meine Beiden auch am nächsten Platz wieder begegnen würden. Auch wenn es nicht wirklich warm genug war zum draußen sitzen, zum Wandern war das Wetter perfekt.

Auch der nächste Platz war wieder direkt am Meer, und sehr abgelegen. Im Dorf, beim Brot kaufen, wurden meine Beiden zwar zum ersten Mal in Schweden schief angeschaut und darauf hin gewiesen, dass es doch aktuell nicht angesagt wäre zu reisen, aber das schien mehr die Meinung eines einzelnen zu sein, denn schon bald bekam ich beim vorbei fahren wieder den „Daumen hoch“. Am neuen Plätzchen erreichte meine Beiden dann die Nachricht, dass Rosi mit ihren „Tiny Riders“ uns einholen würde. Mit denen waren meine Beiden schon seit Russland in engem Kontakt. Ich hatte sie in Finnland überholt und jetzt wurden wir wieder eingeholt. Rosi ist ein „bisschen“ größer als ich, aber sie muss neben ihren menschlichen Schützlingen auch noch 2 größere 4-Beiner beherbergen…. Da ist etwas mehr Platz schon nicht verkehrt. So wurden dann auch die geselligen Nachmittage und Abende in die Rosi verlegt, da es allen bei mir zu eng war…… pffft…als ob ich nicht schon oft genug unter Beweis gestellt hätte, dass es mit 4 Personen hier sehr gemütlich ist… Auch an diesem Platz durften ausgedehnte Wanderungen auf der Suche nach Elch-Spuren nicht fehlen.

Und dann musste ich von meiner großen neuen Freundin doch Abschied nehmen, denn die Essensvorräte, Wasser und noch wichtiger: Gas war (fast) aufgebraucht und musste dringend aufgefüllt werden. Es ging also wieder ein Stückchen weiter Richtung Süden, wo meine Beiden alles, bis auf das Gas aufstocken konnten. Zumindest wissen meine Beiden inzwischen, wo sie es bekommen können, aber das Auffüllen ging aber erst am Montag wieder. Also: ein neues Plätzchen suchen, dieses Mal nicht am Meer, sondern zwischen 2 Seen, die zu sumpfigen Spaziergängen einladen. Hier waren dann eher die Bieber als die Elche aktiv. Mein Öl-Check war auch mal wieder fällig und ich wurde gut versorgt….. mjam!!!!!….hicks…. und meine Beiden konnten den ersten Regen seit Baku gemütlich aussitzen und sogar an ihrer ersten Zoom Party teilnehmen… das ist so ne neumodische Erfindung damit die Menschen keinen Lagerkoller kriegen.

Da ich gerade so gut gepflegt werde und so viele Pausen bekomme, habe ich auch (fast) keine neuen Undichtigkeiten gezeigt. Ihr seht, mir geht es gut, auch wenn das Leben sehr ruhig und faul geworden ist

Am Montag ging es dann zur Gas Station, wo ich eine kurze Bekanntschaft mit Emma machen durfte. Eine Schweizerin, die Ihren Schützling samt Hund nach Nordschweden bringt. So trennten sich dann unsere Wege auch direkt wieder. Weiter ging es dann zum Nächsten See. Erst musste ich mich 5 mal anders hinstellen, bis es meinen Beiden genehm war, dann ging es nach der Mittagspause doch noch mal weiter. Der Platz war den Herrschaften zu laut…. 3km weiter am nächsten Platz war es dann zu dreckig und der Platz war belegt mit….. Rosi!…. Völlig unerwartet von beiden Seiten war die Freude um so größer. Und da alle guten Dinge 3 sind, ging es dann gemeinsam mit Rosi noch mal einen Platz weiter. Der sich dann als perfekt heraus stellte. So gab es Lagerfeuer und Wein bis ich meinen Beiden dann doch Schutz vor der Kälte gewähren musste. Heute morgen wagten sie es dann aber draußen zu frühstücken. Es wird wärmer.

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