Reisealltag und die alten Griechen

Nun hat mich der Reisealltag eingeholt und ich bin gar nicht mehr dazu gekommen Euch zu berichten: an meinem wunderschönen Plätzchen bin ich mal wieder durchgecheckt worden und einen kräftigen Schluck aus der Öl-Pulle gab’s auch mal wieder – lecker… die beiden sollten den Stoff nicht so stark rationieren! Einige Kleinigkeiten wurden auch endlich mal fertig gestellt, bzw. verbessert (die Anschnallgurte haken nicht mehr, meine „Kriegsbemalung“ ist fertig, der Seitenspiegel bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten wieder in Position und klappt nicht mehr weg) ….. Es wird fast ein bisschen langweilig….. Frisches Brot gab es dann auch noch – jeder macht eben das, was er/sie am besten kann.

Nach einem weiteren Zwischenstopp am Meer durfte ich dann ganz alleine mit der Fähre auf den Peloponnes übersetzen und bis nach Olympia fahren… na gut, meine beiden waren natürlich auch dabei….

In Olympia habe ich wieder einen Tag Pause bekommen, während meine beiden sich alte Steine angeschaut haben. Naja „Pause“ wäre nett gewesen, aber die beiden mussten ja mal wieder auf einen Campingplatz und die kleinen Katzen dort haben mich als Turngerät benutzt…. Pfffff…. Aber in Olympia sind wohl selbst die Katzen sportlich.

Der Ort „Olympia“ existiert heute nur für Touristen und besteht aus Hotels, Restaurants und Souvenir Läden, die jetzt in der „nicht-Saison“ überwiegend geschlossen hatten. Es war aber genug los, dass ich meine beiden zum Essen nicht gesehen habe und beide kugelrund gefuttert irgendwann wieder aufgetaucht sind.

Nach einem halben Tag Wind und Kälte, an dem die beiden das antike Olympia unsicher gemacht haben und den Sportsgeist von damals inhaliert haben, war ich dann doch wieder gut genug und meine beiden kamen zurück um sich mit den anderen Dingen zu beschäftigen, die zum „Reisealltag“ dazu gehören: in diesem Fall das China Visum. Es gibt vielleicht eine Chance es in Athen zu bekommen. Der Antrag musste also ausgefüllt werden – 4 Stunden hat alleine das schon gedauert! Und ein Termin in der Botschaft musste festgelegt werden. Da es in Athen auch eine gute Werkstatt gibt um mein Startproblem anzugehen, entschieden die beiden, dass wir noch ein bisschen den Peloponnes erkunden und der Werkstatt ein paar Tage geben um die Teile zu besorgen und legten der Termin in der Botschaft auf nächste Woche.

Von Olympia ging es also gemütlich weiter nach Sparta mit einem Zwischenstopp in Kalamata, wo ca 60 Seiten Papiere für das China Visum den Printshop zur Verzweiflung gebracht haben, aber am Ende ist jetzt (hoffentlich) alles beisammen. Es gibt sogar von mir Passfotos!

Auf dem Weg zum Schlafplatz vor Kalamata (wieder mal sehr schön am Meer) sind mir zum ersten Mal ein paar Leidensgenossen begegnet. Besonders spannend war der Parkplatz von Lidl, wo es wie im Taubenschlag zu ging, aber überwiegend so junges Gemüse von Wohnmobilen… mit denen kann ich ja nix anfangen.

Für die Strecke nach Sparta haben meine beiden sich dann doch für den „Chickentrail“ (aka Mautstrasse) entschieden und gegen die kleinen, kurvigen Bergstrassen. Die durfte ich dafür dann heute fahren, sogar so hoch, dass wir Schnee gesehen haben!

Und da ich heute wieder einen ganz besonders schönen Ausblick habe und eigentlich keine Lust auf Werkstatt ist mein Startproblem auch seit dem ersten Tag in Griechenland nicht mehr aufgetaucht. Das macht ja jetzt, wo kompetente Hilfe in Reichweite ist, auch irgendwie ziemlich wenig Spaß, findet ihr nicht?

4 Kommentare zu „Reisealltag und die alten Griechen

  1. Bravo, Gandalf! Du hast die richtige Einstellung zum Leben = Fahren = Genießen = Abenteuer lancieren = Spaß haben = Verschnaufen! 👋👍💪
    Viel Spaß für die nächste Runde auf den Pisten durch die Türkei! 🗺

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