huihuihui….. Schon wieder ist so viel passiert, dass ich gar nicht mehr dazu komme Euch alles zu erzählen. Seit dem letzten Bericht habe ich meine Beiden an der Estnischen Nordküste immer weiter gebracht, mit einem schönen Wanderstopp, bis zum nördlichsten Punkt Estlands. Auch dort gibt es einen dieser tollen Wild-Campingplätze, der entsprechend gut besucht war. So konnten meine Beide dann auch meine Bar ausführlich vorführen und über einen netten, langen Abend mit den Nachbarn teilen. Darf ich vorstellen: georgischer Brandy, polnischer Vodka, estnischer Vana, sowie Bier und Wein habe ich eigentlich (fast) immer im Angebot….grins…… Da das Wetter so toll war und die Sonnenuntergänge noch viel schöner, war für mich mal wieder ein kleines Päuschen angesagt und für meine Beiden ein Auskater-Strandtag.








So ein bisschen langweilig war mir da ja schon, so dass ich mir dringend mal eine neue Herausforderung für die Beiden einfallen lassen musste….. tropf…..tropf….. hmmmm…. auf dem Schotteruntergrund merken sie es nicht…..
Frisch ausgeruht ging es weiter nach Tallinn. Ein Einkaufs-Stopp mit Teerparkplatz…… tropf……tropf….. und endlich sehen sie, was ich mir hab einfallen lassen….. hihihihihih……. Immer nur Öl zu verteilen wird ja dann doch ein bisschen langweilig…. Deswegen darf es dieses Mal Diesel sein. Ganz langsam, Tröpfchen für Tröpfchen aus dem Tank.
Das schreckt meine Beiden dann aber erstmal nicht davon ab, Tallinn in Ruhe unsicher zu machen. Eine Stadt, die meinen Beiden so gut gefallen hat, dass ich mir dort 3 Nächte du 4 Tage lang die Reifen platt stehen musste!….pfffft…. gesehen habe ich die Beiden in der Zeit eigentlich nur zum Schlafen. Nicht mal zum Essen sind sie vorbei gekommen. Sie meinten, dass es in Tallinn einfach so viele tolle Restaurants und Kneipen gibt, dass mein Essen da nicht mithalten kann…… grummel……. Am ersten Abend ging es durch die wunderschöne und toll restaurierte Altstadt bis in die Oberstadt, von der aus meine Beiden wohl einen tollen Blick auf Tallinn hatten.







Am nächsten Tag stand dann der Wasserflugzeughangar mit seinen riesigen selbstragenden Kuppeln auf dem Programm, in dem heute ein Marine Museum, inkl U-Boot, untergebracht ist. Am Hafen im Freigelände sind dann noch viele weitere Schiffe zu bewundern. Unter anderem der Eisbrecher „Suur Töll“. Von dort ging es weiter durch traditionelle Stadtviertel, zum Markt und dann ins Künstlerviertel „Telliskivi“, einem alten Fabrikgelände, in dem Butiken, Kneipen und Restaurants untergebracht sind. Dort hat es meinen Beiden so gut gefallen, dass sie bis zum späten Abend da geblieben sind…… erwähnte ich schon, dass ich in Tallinn einfach so alleine gelassen wurde, und nur noch zum Schlafen besucht wurde?……. schnief……











Am 3. Tag war Waschtag, und da die Wäscherei mitten im modernen Tallinn lag, durfte ich meine Beiden nicht mal dahin begleiten. Irgendwie hatten die Angst, dass ich dort keinen brauchbaren Parkplatz finden würde….. Aber Stadtjungel ist ja eh nicht so meins, und so war es dann auch ok, dass meine Beiden mit Rucksäcken voller schmutziger Wäsche loszogen, aber nicht ohne vorher meine Aufenthaltsgenehmigung (Parkticket) zu verlängern, was sich als erstaunlich kompliziert erwies: Kleingeld (2 Euro um genau zu sein) hatten meine Beiden nicht mehr….. versoffen…… sag ich Euch!….. Man kann auch per SMS bezahlen, wenn man Estnischen SIM Karten hat. Hatten meine Beiden, nur kein Guthaben… kann man ja per App nachladen, geht aber nur über eine Estnischen Bank….. 2. Möglichkeit: per ParkApp. Das hätte beinahe geklappt, wenn die Freischaltung der Kreditkarte in der App nicht in mehreren Versuchen gescheitert wäre. Also: doch zur Tankstelle um die Ecke und ganz klassisch einen Geldschein in Münzen tauschen lassen. Ich sage Euch: Einfache, alte solide Technik ist einfach zuverlässiger als dieser ganze neumodische Kram!!!
Dann konnte es aber endlich los gehen. Das moderne Tallinn hat es auf einzigartige Weise geschafft, alte und moderne Architekturen miteinander zu verbinden und so stehen an manchen Stellen, die modernen „Glaskästen“ auf den Häusern vergangener Generationen einfach oben drauf.
Irgendwann bequemten meine Beiden sich dann doch zurück zu kommen, mit sauberer Wäsche… nur um dann direkt wieder für einen letzten Abend in Tallinns Altstadt los zu ziehen. Nun ja, ich habe mich ein bisschen damit abgefunden einsam und alleine auf einem Parkplatz mein Dasein zu fristen, und so sei es ihnen gegönnt.


Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Süden, wieder ein Stückchen dichter an die Heimat, auf einen dieser tollen Wild-Campingplätze in Estland. Meine Beiden konnten dort die Ruinen einer Uralten Festung bestaunen und ich bekam ein bisschen Pflege und mein Öl-Schnäpschen. Nur mit dem Dieseltank habe ich mir endlich mal wieder was einfallen lassen, was meine Beiden nicht so einfach selber beheben können. Dafür ist es auch nur ein kleines bisschen, was ich da rauslasse, also muss ich wohl erstmal so weiter reisen. In Riga soll es aber eine gute Werkstatt geben, die ich dann ansteuern darf.


Nach einer weiteren entspannten Nach durfte ich weiter rollen. Bis nach Pärnu sollte es gehen. Pärnu ist die Stadt mit dem schönsten Strand Estlands, und schon sehr lange als Kur- und Badeort beliebt. So war dann auch recht viel los, alle Kneipen und Restaurants gut besucht und auch am Strand ließen sich viele nicht von den kühlen Temperaturen abschrecken (17 Grad Luft und Wasser Temperatur). An der Strandpromenade entdeckten meine Beiden dann auch noch ein schönes Plätzchen für die Nacht und so wurde ich von meinem Tagesparkplatz abgeholt und durfte auch mal wieder ein bisschen Stand unter meinen Reifen spüren, während meine Beiden die Strandbars begutachten mussten. Dumm nur, dass die Strandbars, dann irgendwann Strand-discos wurden und doch etwas länger gefeiert wurde, als meine Beiden fit waren…. Hihihihi, die werden halt auch älter,….. mir macht das zum Glück nix aus, und so war ich am nächsten Morgen ausnahmsweise mal fitter als meine Beiden.







Zu allem Übel musste es dann am nächsten Morgen nämlich noch ungewöhnlich früh weiter gehen, denn ab 9:00 war der Parkplatz nicht mehr kostenlos. Ein kurzer Stopp etwas außerhalb der Stadt zum Frühstücken, ein weiterer Stopp zum Wasserauffüllen und schon habe ich meine Beiden zum letzten Wild-Camp in Estland gebracht. Dank meiner besonderen Sandfahr-Fähigkeiten konnte ich für meine Beiden einen Platz in der ersten Reihe ergattern, wo nun heute noch mal ein bisschen Seele-baumeln angesagt ist, bevor es morgen oder übermorgen, je nach Wetter, nach Riga weiter gehen soll, in der Hoffnung, dass ich dort doch wieder ein bisschen dichter werden…. Was die Beiden sich immer für Hoffnungen machen….. tststs…….

