….. sind im Leben doch das Beste!“ Um die Bedeutung dieses Liedtextes wirklich zu verstehen, muss man aber auch mal Sturm und Regen erlebt haben. In meinem letzten Bericht hatte ich ja eigentlich damit geendet, dass ich meine beiden bei Sturm und Regen, direkt am Meer in den Schlaf schaukeln werde. Nun…. das war MEIN Plan, die beiden musste aber unbedingt noch mal rausgehen (der Regen hatte ja kurzzeitig etwas nachgelassen… dachten sie…) und dann kamen sie vollkommen durchgepustet und durchnässt wieder zurück, um mich dann doch noch mal um zu parken. Mir hätte das ja nix ausgemacht, aber ich muss schon zugeben, dass der neue Platz doch etwas ruhiger war. Die Fahrerkabine wurde also kurzerhand zum Trocken-Raum – bloß gut, dass man meine Standheizung auch nach vorne legen kann! – und sollte dies auch für die nächsten 3 Tage mehr oder weniger bleiben (durchnässte Lederhosen brauchen laaaaaange zum trocknen!).
Am nächsten morgen hatte sich das Wetter ein bisschen beruhigt, so dass ich mich weiter bewegen durfte. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Trogir ging es dann nach Split, da dort der einzige Camping Platz weit und breit war, der im Dezember offen ist – wie bitte? Schon wieder Campingplatz?…. naja, aber eigentlich hatten die beiden Recht, denn für die nächsten 2 Tage war weiter Sturm und Regen angesagt und da ist es mit Landstrom, warmen Duschen usw. schon etwas entspannter. 2 Tage lang wurden ich ziemlich durchgeschüttelt und wenn die Beiden gedacht hatten, dass ich endlich wirklich dicht war, so konnte ich ihnen doch mal wieder das Gegenteil beweisen ;-)…. grins… nun ja… da ich aber gerade so gut behandelt werde und endlich wieder die Welt entdecken darf, habe ich nur ein ganz bisschen Wasser reingelassen und auch nur an Stellen, wo es nicht schlimm ist, wenn man nicht gerade vergisst die Fußmatten aus dem Beifahrer Fußraum zu nehmen…. aber wer braucht schon Fußmatten!
2 weitere Tage mit Sturm und Regen habe ich meinen Beiden einen gemütlichen Unterschlupf geboten, bis sie es am 2. Nachmittag dann doch nach Split gezogen hat, und sie mich einfach einsam und alleine auf dem Campingplatz zurück gelassen haben. Und das nicht nur an dem Nachmittag, sondern auch noch den ganzen nächsten Tag! Aber Split soll ja auch wirklich toll sein, haben die beiden erzählt. …und ich durfte nicht mit…. grummel… Split, müsst ihr wissen, ist aus einem alten Palast aus der Römerzeit heraus entstanden und aus diesem Palast heraus gewachsen, so dass man während man durch die Altstadt läuft immer mal wieder über Überreste dieses Palastes stolpert, wenn man nicht gerade in einem der netten Cafes auf den vielen schönen Plätzen landet (wo man noch die Sturmschäden gut sehen konnte), oder sich in den kleine Gässchen verläuft. Ein ausgiebiger Einkauf auf dem Markt durfte dann auch nicht fehlen.







Nach 4 Nächten durfte ich mich dann endlich wieder bewegen, und auf was für einer Straße!! (Naja, gut, es war noch eine Strasse,…. aber wenigstens, eine, wie sie schöner und spektakulärer nicht sein kann). Es ging an der Küste entlang nach Dubrovnik. Viele, viele Kurven, steile Küsten mit einem wundervollen Blick auf die vorgelagerten Inseln. Was für ein Geschenk, diese Strasse an Weihnachten fahren zu dürfen! Wir sind alle 3 ganz beseelt in Dubrovnik angekommen, mit dem tiefen Wissen: genau für solche Tagen hat sich der ganze Kampf, Blut, Schweiß und Tränen, Sturm und Regen gelohnt! Denn: Sonnenschein und wilde Feste…. ihr wisst schon ;-).





In Dubrovnik habe ich im 3. Anlauf auch wieder einen tollen Parkplatz bekommen mit einem weiten Blick aufs Meer hinaus. Vom ersten Parkplatz wurden ich sehr freundlich, aber bestimmt, weggescheucht: „This is my parking, you can park over there“ kam von einem 10-Jährigen, der wie aus dem nix auftauchte. Da er mich aber gleichzeitig sehr bewunderte, lies ich mich umparken. Leider musste ich den Kleinen aber dann etwas enttäuschen, da es von mir (noch) keine You-tube Videos gibt, denn er hatte die Dashcam entdeckt, mit der die beide den gazen Tag gespielt hatten…. also kommt da vielleicht noch was, irgendwann…. Auf dem neuen Parkplatz wollten meine beiden mich dann aber auch nicht stehen lassen, und so musste ich mich noch mal den steilen Berg bis ganz nach oben bewegen um endlich auf dem wirklich „richtigen“ Platz zu stehen……und dann…. als ich dachte, dass wir jetzt zu 3. Weihnachten feiern …. räumen die mich aus!!!! Einfach so! Packen ihre Sachen und schliessen ab!…. und ich stehe hier ganz alleine?!…. das ist nicht nett…. aber es sei den beiden gegönnt über Weihnachten sich eine gemütliche Bleibe zu nehmen…. auch wenn es mit mir sehr viel wärmer wäre (vorallem Nachts…. tja…. das haben sie jetzt davon…. wenn sie mir einfach untreu werden… pffft….) aber, so habe ich mal etwas Zeit Euch zu schreiben :-).

Nach dem ganzen Tag im Sonneschein fehlte dann ja auch nur noch das „wilde Fest“ um alles perfekt zu machen. Auf der Suche nach etwas besinnlicher Weihnachstimmung gingen meine Beide also los in Richtung festlich beleuchteter Innenstadt, wo es ein leckeres Weihnachtsessen gab und beiden sofort die vielen schick angezogenen Menschen auffielen. Auf dem Stadtbummel nach dem Essen konnten sie das dann aufklären: In Dubrovnik ist es DIE Weihnachtstradition: man zieht sich schick an, besucht Freunde und tingelt durch die Stadt und natürlich gehört es auch dazu viel zu trinken. Das macht man den ganzen Tag über schon, am frühen abend wird es in der Stadt kurzfristig etwas ruhiger und am Abend strömt dann wieder alles zu den Weihnachtsmarktbuden, Kneipen und Clubs um dort bis in die frühen Morgenstunden weiter zu feiern Trinkgelder werden übrigens in Äpfel gesteckt, die in der ganzen Stadt auf jeder Theke stehen.





Am 25. fällt die Stadt dann in eine kollektive Katerstimmung, so dass die Altstadt wieder den Touristen überlassen wird. Die beiden haben natürlich ein bisschen mit gefeiert und so, mal wieder, ein ganz anderes Weihnachten erlebt, was sicher lange in Erinnerung bleiben wird.





